Trojaburg
 
 
23-10-12 00:33 Alter: 8 Jahr/e

Die Zukunft des Glaubens

Der Streit zwischen „Gott“ und dem „Zufall“

Ist das Leben Ergebnis eines Zufalls kosmischer Prozesse? Die Mehrheit der Wissenschaftler jedenfalls geht davon aus und bemerkt dabei nicht, wie hier lediglich „Gott“ durch den „Zufall“ als höchste Macht ersetzt wird. Ein Vertreter der stellvertretend für die Zunft der Zufallsgläubigen steht, ist Professor Günther Hasinger. In seinem soeben erschienendem populärwissenschaftlichen Buch "Das Schicksal des Universums – eine Reise vom Anfang bis zum Ende" vertritt er die These, daß die Entstehung eines Universums dem reinen Zufall folgt.  Grundlage dieser atheistischen Ausrichtung nicht nur der Wissenschaft ist vor allem das durch die Religionen überlieferte Bild Gottes, als personifiziertem Wesen mit menschlichen Eigenschaften und Moralvorstellungen. Daß aber die Vorstellung einer göttlichen Gestaltungskraft schon sehr früh den Menschen beschäftigte, steht ebenso außer Frage, wie die Existenz eines grundsätzlich vorhandenen Gespürs, daß etwas außerhalb seiner Vorstellungskraft existiert, das man gewöhnlich als „Gott“ bezeichnet. Und so sehr die Wissenschaft auch fortschreiten wird, so viele offene Fragen sie zukünftig auch beantworten mag  - eines wird sie mit Gewissheit nie lösen können: Das Rätsel der Entstehung des Lebens an sich.

Wenn auch die philosophische Diskussion der vergangenen Jahrhunderte keinen schlüssigen Gottesbeweis erbringen konnte, so vermochte sie zumindest dies schlüssig nachzuweisen:  Die Unmöglichkeit der Erklärung eines außerhalb der eigenen Anschauung liegenden Sache. So bildet heute der hypothetische Urknall als Bezeichnung des formalen Punktes, mit dem das kosmologische Modell des expandierenden Universums seinen Gültigkeitsbereich erhält, die Grenze der menschlichen Erkenntnis. Darüber hinaus wird kein menschlicher Blick reichen können. Und dennoch scheint gerade die Wissenschaft jene Indizien zu liefern, die eine strikte Ablehnung einer göttlichen Kraft immer abwegiger erscheinen lassen. Insbesondere zwei Dinge sind es, welche auch den letzten Atheisten zum Nachdenken anregen sollten: Einerseits die Erkenntnis, dass jeder scheinbar zufälligen Anordnung oder Verhaltensweise von Materie eine innere Ordnung  inne zu wohnen scheint, wodurch der Zufall selbst in Frage gestellt wird. Eine Beobachtung, die bereits Jakob Wilhelm Hauer in die einfache Formel faßte: „Alles Leben hat den einen Sinn: Gestalt.“ Andererseits die Erkenntnis des jedem physikalischen Gesetz zuwiderlaufendem Überhanges der Materie gegenüber der Antimaterie, die lediglich den Schluß eines göttlichen Funkens zuläßt.  

Dennoch ist dies nach wie vor kein Beweis im eigentlichen Sinne - anders verhält es dagegen sich mit dem zentralen Kern des Glaubens – der Frage der Unsterblichkeit bzw. der menschlichen Existenz nach dem Tod. Hier hat die Wissenschaft anhand eines Lebewesens neue Einblicke in die Frage nach Leben und Tod erhalten. Bei der Erforschung des Bärtierchens wurde festgestellt, daß dieses in einer Art „Kryptobiose“ nach Jahren völliger Leblosigkeit zu neuem Leben erwacht. Damit steht fest, daß Leben auch außerhalb der heute existenten menschlichen Messmöglichkeiten existieren kann. Weitere Hinweise auf ein Leben über den Tod hinaus liefert die Hirnforschung mit ihrer Beobachtung von Hirnaktivitäten nach Feststellung des klinischen Todes einiger Menschen.

Und tatsächlich ist der Glaube an ein Fortleben des verstorbenen Ahnen einer der ältesten der Menschheit. Eine besondere Variante dieser Vorstellung ist dabei der Gedanke der irdischen Wiedergeburt des Verstorbenen. Einiges spricht dafür, daß diese heute zumeist mit dem Buddhismus in Zusammenhang gebrachte Lehre eine ursprünglich nordische Vorstellung war, die sowohl den Germanen als auch anderen indogermanischen Völkern bekannt war und ihren Ursprung in der vorangehenden megalithischen Kultur haben dürfte.

Wenn aber der Glaube als solcher im Menschen angelegt ist, stellt sich die Frage nach seiner Zukunft in der heutigen Zeit.....

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