{"id":164,"date":"2024-10-15T09:32:44","date_gmt":"2024-10-15T09:32:44","guid":{"rendered":"https:\/\/forsite-verlag.de\/aktuell\/?p=164"},"modified":"2024-10-15T09:34:21","modified_gmt":"2024-10-15T09:34:21","slug":"die-auferstehung-des-mythos-der-invasion-der-steppenkrieger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/forsite-verlag.de\/aktuell\/?p=164","title":{"rendered":"Die Auferstehung des Mythos der  \u201eInvasion der Steppenkrieger\u201c"},"content":{"rendered":"<p><strong>Nordeuropa als wahre jungsteinzeitliche Heimat der Indogermanischen Sprache<\/strong><\/p>\n<p><em>Die Hufe der Pferde lassen den Boden erzittern. Mit ihren Streitwagen schlagen die Angreifer eine blutige Schneise durch das Dorf und die fliehenden M\u00e4nner, Frauen und Kinder. Doch die Flucht ist zwecklos: Gegen die kriegerischen Streitaxtleute haben die friedliebenden Bauern und ihre Familien keine Chance. Viele werden erschlagen, die \u00dcberlebenden f\u00fcgen sich in ihr Schicksal und \u00fcbernehmen Sitten und Sprache der Invasoren: Die Geburtsstunde der ersten Herrenschicht im Gebiet des heutigen Norddeutschlands an der Wende zwischen Jungstein- und Bronzezeit&#8230;<\/em><\/p>\n<p>So lautet in wenigen S\u00e4tzen zusammengefa\u00dft die dramatisierte Variante des Einbruchs der indoeurop\u00e4ischen Schnurkeramiker nach Europa zwischen 2800 und 2500 v. Chr., wie sie derzeit von Historikern vertreten wird. Das Problem daran: Diese Geschichte ist falsch. Denn die vor allem von der litauischen Arch\u00e4ologin Marija Gimbutas einst propagierte \u201eInvasion der Steppenreiter aus dem Osten\u201c, die wichtige Kulturimpulse, darunter die indogermanische Sprache, nach Europa getragen h\u00e4tten, ist ein Mythos, der arch\u00e4ologisch l\u00e4ngst als widerlegt galt. Schon in der ersten H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts kam, verbunden mit den Namen Vere Gordon Childe (1926), Hermann G\u00fcntert (1930\/1934) und Ernst Wahle (1941\/1954), die These auf, da\u00df sich die Schnurkeramik \u2014 das wichtigste Leitmotiv der im n\u00f6rdlichen Europa zwischen 2800 und 2300 v. Chr. lebenden Volksst\u00e4mme \u2014 aus einer Kurgangrabkultur entwickelt habe, die sich an der Wende vom 4. zum 3. vorchristlichen Jahrtausend im s\u00fcdrussischen bzw. nordpontischen Raum herausgebildet hatte.<br \/>\nDie daraus hervorgehende \u201ekriegerische Hirtenkultur der Schnurkeramiker\u201c soll dann Mitte des 3. Jahrtausends in das von Megalithbauten errichtenden Bauern bewohnte \u201ealte Europa\u201c eingebrochen sein und Patriarchat, Streitaxt, Pferd und Kupferwaffen importiert haben. Innerhalb der n\u00e4chsten Jahrhunderte h\u00e4tten sich Megalithiker und Schnurkeramiker dann vermischt und zu (Fr\u00fch-)Germanen und den Nachbarv\u00f6lkern entwickelt. Ironischerweise nannten Gimbutas und ihre Unterst\u00fctzer dabei ausgerechnet jene Elemente als Importe der Kurganleute, die geradezu klassisch jener hier ans\u00e4ssigen Megalithkultur, den Menschen der Trichterbecherkultur, eigen waren: Vierr\u00e4drige Wagens, kleine rechteckige Holzh\u00e4user, Streit\u00e4xte, Grabh\u00fcgel und ein Sonnenkult inklusive Pferdeopfer.<\/p>\n<p><strong>Arch\u00e4ologische Belege<\/strong><\/p>\n<p>Arch\u00e4ologisch galt die Einwanderungsthese aus dem Osten daher schon bald als widerlegt, auch weil sich die von Schn\u00fcren verzierte Keramik ebenso deutlich aus der vorangehenden Trichterbecherkeramik ableiten lie\u00df, wie die h\u00fcgelbedeckten Steinkammergr\u00e4ber von den gleichsam von Erde \u00fcberdeckten Megalithgr\u00e4bern. Bereits Gustaf Kossinna hatte arch\u00e4ologisch die Ausbreitung der Trichterbecherleute aus Nordeuropa nachgewiesen und mit ihnen eine Verbreitung der indogermanischen Sprachen postuliert.<br \/>\nEine andere Koriph\u00e4e ihrer Zeit, Gustav Neckel, wies vor allem auf die lange nordeurop\u00e4ische Tradition der Pferdeopfer und die fr\u00fche Kenntnis des Wagens, vermutlich auch des Streitwagens hin. J\u00fcngste Forschungen best\u00e4tigen nunmehr: Nordeuropa war h\u00f6chstwahrscheinlich tats\u00e4chlich Heimat des vierr\u00e4drigen Wagens und k\u00f6nnte auch ein fr\u00fches Domestikationszentrum des Pferdes gewesen sein. In der russischen Steppe steht demgegen\u00fcber noch nicht einmal eine greifbare Kultur als urindoeurop\u00e4ischer Kandidat zur Verf\u00fcgung. Eine Kurgan-Kultur wie von Gimbutas postuliert, hat es jedenfalls laut Alexander H\u00e4usler in dem betreffenden Gebiet so nicht gegeben \u2013 und den fehlenden arch\u00e4ologischen Spuren zufolge auch keine Form des Reiternomadentums oder der Wagentechnik. Das Gebiet der vermeintlichen Kurgan-Kultur, meint auch Carl-Heinz Boettcher, war damals \u201egesellschaftlich und wirtschaftlich in keiner Weise weiter fortschrittlich, als andere in der Nachbarschaft \u2013 im Gegenteil&#8230; Die hier fa\u00dfbare Ockergrabkultur l\u00e4uft zeitlich weitgehend mit der Schnurkeramik parallel, ist also gut 1000 Jahre j\u00fcnger als die Trichterbecherkultur und kann allein deshalb nicht Herd des Indogermanentums gewesen sein. In umgekehrter Weise\u201d, so das Fazit Boettchers, \u201ewar sie allem Anschein nach selbst schon ein Produkt des lange zuvor begonnenen Indogermanisierungsprozesses.\u201d<br \/>\nZuletzt bezeichnete Alexander H\u00e4usler die Steppenthese als \u201ealten Mythos\u201c und best\u00e4tigte damit das von Ernst Probst gezogene Fazit: \u201eFr\u00fcher hielt man sie [die Schnurkeramiker] f\u00fcr eingewanderte Steppennomaden&#8230; Nach dem neuesten Forschungsstand geht man jedoch davon aus, da\u00df sich die Schnurkeramischen Kulturen unter Aufnahme neuer kultureller Str\u00f6mungen aus der Trichterbecherkultur entwickelten.\u201c<br \/>\nAuch die neuere Forschung hat festgestellt, da\u00df die fr\u00fcheste Schnurkeramik aus dem Baltikum stammt und sich seit 2900 v. Chr. s\u00fcdw\u00e4rts verbreitete.<\/p>\n<p><strong>Linguistische Hinweise<\/strong><\/p>\n<p>Unterst\u00fctzung fand die arch\u00e4ologische Widerlegung der Steppen-These ebenfalls schon fr\u00fch bei der Linguistik: Sprachforscher wie Herman Hirt, Julius Pokorny oder in j\u00fcngerer Zeit Ernst Lewy und J\u00fcrgen Untermann erl\u00e4uterten, warum die Steppe als indogermanische Urheimat unrealistisch schien. Auch wenn bei vielen W\u00f6rtern eine Bedeutungs\u00e4nderung m\u00f6glich ist, also die Bezeichnung eines Baumes urspr\u00fcnglich einen anderen Baum gemeint haben k\u00f6nnte, deuten die erschlossenen indogermanischen Urw\u00f6rter f\u00fcr Baum- und Tierarten (Birke, Lachs, Biene, B\u00e4r, Bieber) auf eine urspr\u00fcngliche Heimat der ersten Indogermanen in einem klimatisch gem\u00e4\u00dfigten waldreichen Gebiet unweit eines Meeres oder gr\u00f6\u00dferen Gew\u00e4ssers. Das Wort, das f\u00fcr \u201eMeer\u201c in Betracht kommt lautet mori\/mari, wird heute allerdings \u00fcberwiegend als \u201estehendes Gew\u00e4sser\u201c oder \u201eSumpf\u201c \u00fcbersetzt. Die Kenntnis eines Meeres w\u00e4re wohl das Aus f\u00fcr die Steppenreiter. Doch auch mit den unbestritten vorhandenen indogermanischen Urw\u00f6rtern f\u00fcr Elemente der Schiffahrt (Deck, Schiff, Ruder) wurde der Boden, auf dem sich Vertreter der Steppen-Urheimat bewegten, zunehmend d\u00fcnner. Selbst Marija Gimbutas hat sp\u00e4ter einger\u00e4umt, da\u00df die fr\u00fchen Indogermanen mit ihrem mari wohl die Ostsee bezeichneten \u2014 allerdings, so die litauische Forscherin im verzweifelten Bem\u00fchen der Aufrechterhaltung ihrer Thesen \u2014 erst nachdem ihre Vorfahren das Urindogermanische aus der Steppe nach Europa gebracht hatten.<br \/>\nDie Hinweise der Sprachforscher auf eine wahrscheinliche Urheimat des Indogermanischen in Europa korreliert mit der Erkenntnis, da\u00df im Gebiet zwischen den deutschen Mittelgebirgen und S\u00fcdskandinavien keine nichtindogermanischen Substrate wie Orts- oder Flu\u00dfbezeichnungen existieren \u2014 das hei\u00dft, indogermanische Namen erscheinen hier als \u00e4lteste Sprachschicht. Dies wiederum legt nahe, da\u00df die Trichterbecher-Menschen bereits indogermanisch sprachen.<br \/>\nDas genaue Gegenteil findet sich im S\u00fcdosten Europas und vor allem im Gebiet des sp\u00e4teren Iran, das einige iranische Forscher als indogermanische Urheimat ins Spiel gebracht hatten. Hier reichen die \u00e4ltesten indogermanischen W\u00f6rter lediglich bis zum Beginn des 3. Jahrtausends zur\u00fcck und es existiert ein umfangreiches nichtindogermanisches Substrat, wie etwa Derakshani mit seinem untauglichen Versuch der Konstruktion einer indogermanischen Urheimat im Iran einr\u00e4umen mu\u00df.<br \/>\nHinzu kommt der von Sprachwissenschaftlern erschlossene Zeitraum der Entstehung und sp\u00e4testen Auff\u00e4cherung in indogermanische Einzelsprachen, der zwischen 4500 und 3500 v. Chr. angesetzt wird. Die Kurgan-Kultur aber beginnt erst Ende des 4. Jahrtausends arch\u00e4ologisch greifbar zu werden \u2013 viel zu sp\u00e4t f\u00fcr ein m\u00f6gliches indogermanisches Urzentrum. Linguistisch lautet daher bis heute das Fazit: Die indogermanische Ursprache mu\u00df in einem Gebiet zwischen Rhein und Wolga entstanden sein, das sowohl den Wald als auch die See kannte und ein gem\u00e4\u00dfigtes Klima aufwies.<\/p>\n<p><strong>Anthropologische Erkenntnisse<\/strong><\/p>\n<p>Doch nicht nur sprachwissenschaftliche und arch\u00e4ologische, sondern auch anthropologische Erkenntnisse sprechen f\u00fcr den Nordraum als Ausgangspunkt gr\u00f6\u00dferer Wanderungsbewegungen. Hier, so die damaligen Anthropologen, hatten sich Menschen mit heller Komplexion \u2014 heller Haut und blonden Haaren \u2014 entwickelt: die sogenannten \u201eNordischen Menschen\u201c.<br \/>\nIn der Steppe mangelt es an der zur Ausbildung eines rassischen Menschentyps notwendigen Isolationsm\u00f6glichkeit sowie an klimatischen Faktoren f\u00fcr bestimmte anthropologische Auspr\u00e4gungen: Sonnenarmut und ein nicht zu kaltes Klima. Die Herausbildung der \u201enordischen Rasse\u201c, deren Verbindung mit der Schnurkeramik dank der j\u00fcngsten anthropologischen Erkenntnisse hervortritt, mu\u00df wesentlich fr\u00fcher erfolgt sein. Anthropologisch zeigt sich zwischen den Skeletten der Schnurkeramiker und denen der nordischen Megalithkultur kein wesentlicher Unterschied mehr.<br \/>\nObgleich aus der Steppenregion neben typisch rundk\u00f6pfigen Skeletten aus Vassilevka auch einige fr\u00fche ausgesprochen nordische Individuen vorliegen, kann die Entstehung des nordischen Menschen nur im Norden erfolgt sein: Hier finden sich neben dem Cro-Magnon-Menschen bereits in der Altsteinzeit anthropologische Entwicklungen, die zum nordischen Menschen hinweisen: Um 30.000 v. Chr. erscheint bereits der Sch\u00e4del aus dem tschechischen Predmost als eine Parallelentwicklung neben dem klassischen Cro-Magnon-Menschen in Europa. Diese m\u00f6gliche Entwicklungslinie hin zum nordischen Typus kann \u00fcber den Sch\u00e4del aus Br\u00fcnn um 16.000 v. Chr. bis zum Sch\u00e4del von Combe Capelle (ca. 8000 v. Chr.) gezogen werden.<br \/>\nEine Entstehung von heller Haut und Blondheit in der Steppe kann trotz aller offenen Fragen heute ausgeschlossen werden. Neuere Daten weisen auf eine wahrscheinliche Depigmentation des europiden Menschen zwischen 18.000 und 10.000 v. Chr. in einem n\u00f6rdlichen Gebiet hin, wobei die fr\u00fchesten Gene f\u00fcr Blondheit in einem Menschen aus Sibirien f\u00fcr etwa 18.000 v. Chr. nachgewiesen wurden.<\/p>\n<p><strong>Mathematiker schreiben Geschichte<\/strong><\/p>\n<p>Trotz all dieser einleuchtenden Widerlegung gewann die Kur-gan-These mit der Ver\u00f6ffentlichung einer Reihe genetischer Untersuchungen nicht nur neuen Boden, sondern wurde unter medialem Get\u00f6se zur neuen Lehrmeinung erhoben. Einer dieser neuen Studien zufolge lassen sich drei unterschiedliche Populationen in Europa genetisch unterscheiden: J\u00e4ger und Sammler Westeuropas (Y-Haplogruppe I); die zweite bilden die fr\u00fchen Bauern die aus S\u00fcdeuropa und dem Nahen Osten vor etwa 7.500 Jahren nach Europa einwanderten (Y-Haplogruppe G), und die dritte Gruppe sei \u201eeine Population, die den Norden Eurasiens bev\u00f6lkerte und die Europ\u00e4er mit den Ureinwohnern Amerikas genetisch verbinde\u201c: Y-Haplogruppe R. \u00dcber Nacht sorgten so Mathematiker daf\u00fcr, da\u00df die Kur-gan-These nunmehr wissenschaftlich unantastbar schien: \u201eEiner j\u00fcngst in der Zeitschrift \u201aNature\u2018 ver\u00f6ffentlichten Studie zufolge fanden vor ca. 4500 Jahren massive Wanderungsbewegungen aus den eurasischen Steppengebieten nach Europa statt, die einen deutlichen Einflu\u00df auf die Verbreitung einiger indoeurop\u00e4ischer Sprachgruppen gehabt haben m\u00fcssen\u201c, hei\u00dft es etwa auf dem Netz-Portal Arch\u00e4ologie-Online. In Deutschland, so der Erstautor Wolfgang Haak, \u201esind es die sogenannten Schnurkeramiker am \u00dcbergang zwischen Jungsteinzeit und Bronzezeit, bei welchen erstmals die dritte Komponente auftaucht und deren genetisches Material damit einen zweiten Bev\u00f6lkerungsumbruch markiert. &#8230; Basierend auf einem direkten Vergleich mit Individuen der Yamnaya-Kultur, Viehhirten aus den eurasischen Steppengebieten, konnten wir den genetischen Steppenanteil in den Schnurkeramikern aus Sachsen-Anhalt auf betr\u00e4chtliche 75 Prozent errechnen.\u201c \u201eUnsere Ergebnisse\u201c, so Projektleiter David Reich, \u201estellen die Theorie der Sprachverbreitung im Zusammenhang mit der Einwanderung der ersten Bauern in Frage und belegen mit der sp\u00e4tneolithischen Wanderung aus der Steppe einen Bev\u00f6lkerungsumschwung beachtlichen Ausma\u00dfes, der eine sp\u00e4tere Verbreitung des Indoeurop\u00e4ischen plausibel macht.\u201c<br \/>\nDemnach ist in der Mitte des 3. Jahrtausends ein signifikanter Anstieg der Zahl von Angeh\u00f6rigen der urspr\u00fcnglich aus dem Osten stammenden Y-Haplogruppe R1a in Nord- und Mitteleuropa feststellbar, der dieser Studie zufolge aus dem Jamnaja-Kulturkomplex im S\u00fcdosten Ru\u00dflands stamme. Also doch, raunte das R\u00e9sum\u00e9 durch den Bl\u00e4tterwald der bundesdeutschen Medienlandschaft: alle Kultur stamme irgendwie, wenn nicht aus dem Orient selbst, zumindest doch aus dem Osten&#8230;<\/p>\n<p><strong>Offene Fragen zur Genetik<\/strong><\/p>\n<p>Entgegen aller ver\u00f6ffentlichten Berichte ist die genetische Faktenlage jedoch keineswegs so eindeutig, wie oft behauptet. Im Gegensatz zu der vorgeblichen Beantwortung der Frage des Ursprungs von Schnurkeramik und Indogermanischer Sprache werfen die Studien viele neue Fragen auf:<br \/>\nFast alle der getesteten Personen der als Vorl\u00e4ufer der Schnurkeramik angesehenen Grubengrab-(\u201eJamnaja\u201d-)Kultur wiesen Y-Haplogruppe R1b auf und nicht R1a. Woher stammt also die hohe Zahl von R1a in Europa, wenn sie innerhalb der Jamnaja-Kultur nicht entsprechend vertreten ist? Wenn die Haplogruppe R1b dem Jamnaja-Komplex entstammt und im 3. Jahrtausend bis nach Iberien und Nordfrankreich gelangte, wo R1b bis heute die vorherrschende Gruppe ist \u2014 wieso kam die indogermanische Sprache dann fr\u00fchestens Ende des 2. Jahrtausends in diese Gebiete? J\u00fcngst wurde nun auch noch festgestellt, da\u00df die in Westeuropa verbreitete Untergruppe der Y-Haplogruppe R1b eine andere ist, als die der vorgeblichen Vorl\u00e4uferkultur.<br \/>\nDer Versuch, die Widerspr\u00fcche aufzufangen bestand in der Konstruktion eines \u201eNord-Jamnaja-Kreises\u201c mit Y-Haplogruppe R1a, der immer noch 75 % genetische \u00dcbereinstimmung mit dem R1b-Jamnaja-Kreis aufweise.<br \/>\nEine fr\u00fchere genetische Studie weist demgegen\u00fcber auf einen wahrscheinlicheren Ablauf: Laut Wilde et al. h\u00e4tten sich bei DNA-Analysen an kupfersteinzeitlichen (4500-3000 v. Chr.) Skeletten der Jamnaja-Kultur \u201edeutliche Marker f\u00fcr eine dunklere Pigmentierung von Haut, Haaren und Augen\u201c ergeben. \u201eDa Umweltbedingungen allein keine ausreichende Erkl\u00e4rung f\u00fcr die Entwicklung hin zu einer helleren Pigmentierung bietet, vermuten die Forscher eine andere Ursache f\u00fcr die festgestellte genetische Selektion: hellh\u00e4utigere Menschen waren anscheinend attraktivere Partner.\u201c<\/p>\n<p><strong>Die tats\u00e4chliche Verbreitung der Indogermanischen Sprache<\/strong><\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich ist eine andere Schlu\u00dffolgerung jedoch weitaus plausibler: Es gab Ende des 4. Jahrtausends eine Einwanderung hellh\u00e4utiger Menschen aus dem Nordwesten, die daf\u00fcr sorgte, da\u00df die sp\u00e4ter im Jamnaja-Komplex lebenden Menschen hellh\u00e4utiger wurden. Nat\u00fcrlich waren dann hellh\u00e4utigere Menschen die attraktiveren Partner, weil sie eine Art \u201eOberschicht\u201c bildeten. Da die Haplogruppe R1a bereits um 6000 v. Chr. auch im nordosteurop\u00e4ischen Karelien verbreitet war und Funde von R1a innerhalb der Jamnaja-Kultur zahlenm\u00e4\u00dfig nicht \u00fcber denen in Nordeuropa liegen, kann eine proportionale Zunahme der R1a-Menschen in Nord- und Mitteleuropa im 3. Jahrtausend eher mit einer Ausbreitung von Nordost nach S\u00fcdwest, statt mit einer Nordwestausbreitung verbunden sein. Gleichzeitig ist auch eine Ausbreitung der Y-Haplogruppe I2, die in mehreren Genproben aus Schweden um 7-6000 v. Chr. nachgewiesen wurde, nach S\u00fcdosten festzustellen: Spuren der Wanderungen von Erteb\u00f8lle-Menschen aus dem Norden.<br \/>\nGenau in diese Richtung zielt auch die j\u00fcngste \u2013 medial verschwiegene &#8211; Kritik des auch an genetischen Studien beteiligten russischen Arch\u00e4ologen Prof. Leo S. Klejn an den Thesen und ihren Auswirkungen auf die Arch\u00e4ologie. Klejn sieht keinen direkten und automatischen Zusammenhang zwischen der Zunahme von R1a in Mitteleuropa und einer Indogermanisierung. An der genetischen Ann\u00e4herung der bronzezeitlichen europ\u00e4ischen Bev\u00f6lkerung an die des Jamnaya-Gebietes, die durch eine Ausbreitung der Steppen-Menschen verursacht worden sein soll, st\u00f6rt Klejn vor allem die h\u00f6here Dichte von R1a im Norden gegen\u00fcber der S\u00fcdeuropas, z. B. Ungarns. Wenn die Ausbreitung von S\u00fcdost nach Nordwest erfolgt w\u00e4re, so Klejns schl\u00fcssige Argumentation, m\u00fc\u00dfte sich dies noch in sp\u00e4teren genetischen Daten widerspiegeln. Da dies nicht der Fall ist, sieht der russische Arch\u00e4ologe statt einer nordwestlichen Ausbreitung der R1a-Y-Haplogruppe eher eine entgegengesetzte.<br \/>\nVor diesem schwankenden Untergrund der genetischen Eindeutigkeit ist es kaum verwunderlich, da\u00df eine der gr\u00f6\u00dften Studien der letzten Zeit, die im Mai 2017 erschienene Untersuchung \u201eThe Genomic History of Southeastern Europe\u201c, auf die konkrete Darstellung der Y-Haplogrupen vollst\u00e4ndig verzichtet und stattdessen nur von genetischen Zuordnungen zu verschiedenen Gruppen spricht, ohne da\u00df diese Zuordnung f\u00fcr Laien nachvollziehbar w\u00e4re.<br \/>\nTrotz aller Gegenstimmen erscheint es plausibel, die erste gr\u00f6\u00dfere Verbreitung der Indogermanischen Sprache mit der Ausbreitung von nordeurop\u00e4ischen Trichterbecherst\u00e4mmen in Verbindung zu bringen, die zwischen 4200 und 3000 v. Chr. in s\u00fcdlicher Richtung einsetzte. Dieser wurde dann seit Beginn des 3. Jahrtausends durch Gruppen von Schnurkeramikern fortgesetzt.<\/p>\n<p><strong>Fr\u00fchgeschichtliche Prozesse wiederholen sich<\/strong><\/p>\n<p>Denn schon seit \u00e4ltesten Zeiten existierte ein kontinuierlicher Wanderungsdrang der Menschen aus dem Norden, der durch Bev\u00f6lkerungs\u00fcberschu\u00df, Klimaeinfl\u00fcsse und Naturkatastrophen bef\u00f6rdert wurde. Der gr\u00f6\u00dfte Teil ihrer Wanderungen verlief geographisch bedingt s\u00fcdlich entlang der Flu\u00dfl\u00e4ufe von Rhein, Elbe und Weichsel, obgleich auch schon fr\u00fch das Meer im Norden befahren wurde.<br \/>\nIn der \u00e4lteren Jungsteinzeit \u2014 insbesondere der der Trichterbecherkultur vorausgehenden Erteb\u00f8lle-Ellerbeck-Periode \u2014 erfolgten die Ausz\u00fcge vor allem in Form kleiner Gruppen junger M\u00e4nner, die im sogenannten Weihefr\u00fchling jedes 5. Jahr in St\u00e4rke einer oder mehrerer Bootsbesatzungen zu je sechs bis zehn Mann aufbrachen. Das Aussehen der Menschen aus dem Norden beschreibt<br \/>\nBoettcher unter Berufung auf den Religionswissenschaftler Friedrich Cornelius als \u201emehrheitlich mit Augen, die blau waren wie der Himmel, Haare blond wie die Sonne und eine Haut so hell wie das Licht.\u201c Diese k\u00f6rperlichen Eigenschaften sind ein wichtiger Indikator, wann und wo Menschen aus dem Norden eingewandert sind. \u201eEin langsames Vorr\u00fccken einer expansiven Rasse&#8230;blonder Indogermanen\u201c, nannte Ernst Krause bereits 1891 die S\u00fcdwanderung der Nordleute.<br \/>\nS\u00e4tze, die Wissenschaftler heute nur intern \u00e4u\u00dfern w\u00fcrden &#8211; denn zu gro\u00df ist die Angst vor dem Vorwurf, Lehren aus der Zeit des 3. Reiches zu verbreiten. Nicht alle Menschen im Norden, so steht heute fest, waren blond und blau\u00e4ugig, auch wenn vieles daf\u00fcr spricht, da\u00df die Kombination aus heller Haut und hellen Haaren im Norden Europas evolutionierte und daher auch h\u00e4ufig anzutreffen war. Aus diesem Entstehungsgebiet des Nordeurop\u00e4ers, in dem sehr wahrscheinlich auch die indogermanische Sprache entstand, verlief die Route der Auswanderer sowohl entlang der K\u00fcsten von Nord- und Ostsee als auch, und das wohl noch h\u00e4ufiger, \u00fcber die Binnenfl\u00fcsse in s\u00fcd\u00f6stlicher Richtung. Die Ausbreitung f\u00fchrte nach und nach zur Indogermanisierung gro\u00dfer Gebiete in Italien und Griechenland, im Balkanraum, am Ural, n\u00f6rdlich des Kaspischen Meeres und Anatolien. Einher geht diese Indogermanisierung seit dem 3. Jahrtausend mit der Ausbreitung der Schnurkeramischen (auch Streitaxt)-Kultur. \u201eSchnurkeramische Zustr\u00f6me\u201c so bereits Hans F. K. G\u00fcnther, \u201em\u00fcssen die Indogermanisierung Mitteleuropas bewirkt haben&#8230;. Nordrassische Schnurkeramiker sind jeweils zu Herrenschichten geworden, die die von ihnen besetzten Gebiete indogermanisiert haben.\u201c<br \/>\nEine Route der Auswanderer verlief aus der Gegend Ostpreu\u00dfens durch die heutige Ukraine bis zum Kaspischen Meer, wo sich die Arier um 2000 v. Chr. im Gebiet des heutigen Iran und Afghanistan niederlie\u00dfen, das sie Ariana, \u201eLand der Arier\u201c nannten. Ein Teil breitete sich von hier weiter nach S\u00fcden entlang der Levantek\u00fcste aus und begr\u00fcndete mehrere indogermanisch beherrschte F\u00fcrstent\u00fcmer (Mitanni, Ugarit, Quatna). Ein anderer Teil stie\u00df um 1600 v. Chr. weiter nach Indien vor. Ein weiterer Weg, den Menschen aus dem Norden zur\u00fccklegten, f\u00fchrte von Th\u00fcringen \u00fcber den Balkan bis nach Griechenland und Anatolien. Im Balkanraum, dem alten Thrakien, lie\u00df sich eine gro\u00dfe Zahl indogermanischer Siedler nieder, die dem Gebiet den bis in die Antike genutzten Namen Aria gaben, der erst von den R\u00f6mern durch Thracia abgel\u00f6st wurde.<\/p>\n<p><strong>Spuren der Indogermanen aus dem Norden<\/strong><\/p>\n<p>Arch\u00e4ologische Befunde st\u00fctzen die Einwanderung der Indogermanen in verschiedene Gebiete in diesem Zeitabschnitt: \u201eIn Griechenland scheint in Siedlungen ein einheitlicher Brandhorizont, der auf die Zeit um 2200 v. Chr. datiert wird, auf eine gewaltsame \u00dcbernahme von Land und Herrschaft durch die Indoeurop\u00e4er hinzudeuten, aus der die fr\u00fchen Griechen, genannt Ach\u00e4er, und die mykenische Kultur hervorgingen, die ab 1600 v. Chr. einsetzte\u201c, fa\u00dft Reinhard Pohanka die Situation zusammen und f\u00e4hrt fort: \u201eAuch in Troja ist dieser Brandhorizont um 2200 v. Chr. nachweisbar, kurze Zeit sp\u00e4ter errichteten die Hethiter ihr zentralanatolisches Reich.\u201c<br \/>\nDeutlich wird auch hier wieder die Ausbreitungsrichtung von Nord nach S\u00fcdosten. Selbst in der russischen Steppe sind in der selben Zeitspanne kriegerische Zusammentreffen nachweisbar. Diese markieren das Aufeinandertreffen der Nordleute mit den Steppennomaden. Der extreme, eher jungpal\u00e4olithisch oder mesolithisch anmutende Typus der vorangehenden Dnjepr-Donez-Kultur verschwand gem\u00e4\u00df Vonderach \u201egegen Ende des Neo-<br \/>\nlithikums, ohne erkennbare Spu\u00adren zu hinterlassen. Es scheint ein weitgehender Bev\u00f6lkerungswechsel statt\u00adgefunden zu haben. Die nachfolgenden Kurgan-Gruppen sind cromagnid und robust, mit langem, breitem Sch\u00e4del (mesokran), mittelbreitem Gesicht, schmalen Nasen und niedrigen Augenh\u00f6hlen (ein cromagnides Merkmal).\u201c Da\u00df die Nordleute sich behaupteten, verdeutlicht auch der anschlie\u00dfende Siedlungsproze\u00df: Erstmals werden nun in diesem Gebiet, das zuvor lediglich \u201enomadisierende Wanderbauern\u201c kannte, gr\u00f6\u00dfere Siedlungen errichtet. Diese tragen mit ihren h\u00f6lzernen Befestigungen den Charakter von Wehrsiedlungen, wie sie typischerweise Neuank\u00f6mmlinge in einem fremden Gebiet errichten.<br \/>\nGenau dieser Proze\u00df d\u00fcrfte sich bereits 1000 Jahre zuvor abgespielt haben. Kleine Gruppen von Einwanderern aus dem Nordwesten tragen neue Kulturelemente in die russische Steppe. Hermann Parzinger, Experte f\u00fcr die fr\u00fchen eurasischen Kulturen, berichtet von kleineren Siedlungen in der Gegend am Ende des 3. Jahrtausends, in denen Schweineknochen vorgefunden wurden. Schweine, so wei\u00df der Biologe, sind f\u00fcr nomadische V\u00f6lker, die im 4. Jahrtausend hier lebten ungeeignet und m\u00fcssen wohl mit europ\u00e4ischen Einwanderen hierher gelangt sein. Je mehr Einwanderer kamen, desto gr\u00f6\u00dfer wurde auch die Wahrscheinlichkeit kriegerischer Konflikte. Sicher ist, da\u00df sich indogermanische Gruppen hier und auch weiter \u00f6stlich etablieren konnten.<br \/>\nVon dem neuen Zentrum am Ural, in dem sich sp\u00e4ter die Androwono-Kultur herausbildet, erfolgten zu Beginn des 2. Jahrtausends weitere Vorst\u00f6\u00dfe Richtung China, wo die Indogermanen als Tocharer erscheinen. Um 1800 v. Chr. wurden europide Siedler dieser Gruppe in der chinesischen Taklamakan-W\u00fcste unter Sand begraben und mumifiziert. Sie bieten einen guten Eindruck, wie die Europ\u00e4er an der Wende zum 2. Jahrtausend aussahen: Mit Hosen, Jacken und Wollm\u00fctzen bekleidete, oft sehr gro\u00df gewachsene Menschen mit zumeist mittelblondem Haar. Die genetischen Untersuchungen erbrachten bei 92 % der offenkundig europiden Toten die Y-Haplogruppe R1a.<br \/>\nIn Persien trugen die Einwanderer neben \u201eArier\u201c auch die gleiche Bezeichnung, wie sie die Forschung heute deren europ\u00e4ischen Vorfahren verleiht: \u201eStreitaxtleute\u201c. Ein anderer Stamm, der sich im iranischen Hochland niederlie\u00df, nannte sich Germani, wie Herodot berichtet.<br \/>\nAlle wissenschaftlich erfa\u00dfbaren Spuren deuten also auf eine Ausbreitungsrichtung der indogermanischen Sprache von Nord nach S\u00fcdost. Warum aber stieg die Anzahl der Tr\u00e4ger der \u00f6stlichen R1a-Haplogruppe im 3. Jahrtausend in Nordeuropa so stark an?<br \/>\nJ\u00fcngste Forschungen weisen auf eine m\u00f6gliche Pest-Epidemie in Nordeuropa Ende des 4. Jahrtausends hin. Dadurch k\u00f6nnten R1a-Tr\u00e4ger aus dem Baltikum oder Nordwestru\u00dfland nach Mittel- und Nordeuropa eingewandert sein, um entv\u00f6lkerte Gebiete zu besiedeln. Eine andere diskutierte Variante ist die These einer zu geringen Geburtenrate aufgrund einer zunehmenden Tendenz zur Inzucht: Darauf weisen Befunde aus Megalithgr\u00e4bern in Gro\u00dfbritannien, in denen m\u00e4nnliche und weibliche Bestattete sehr eng verwandt waren. Der tats\u00e4chliche Grund mu\u00df bislang aber Spekulation bleiben.  <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/parzifal-versand.de\/product_info.php?products_id=170\">Aus: &#8222;Die Entschl\u00fcsselung der Indogermanenfrage&#8220; <\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nordeuropa als wahre jungsteinzeitliche Heimat der Indogermanischen Sprache Die Hufe der Pferde lassen den Boden erzittern. Mit ihren Streitwagen schlagen die Angreifer eine blutige Schneise durch das Dorf und die fliehenden M\u00e4nner, Frauen und Kinder. 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