{"id":300,"date":"2025-09-11T10:05:58","date_gmt":"2025-09-11T10:05:58","guid":{"rendered":"https:\/\/forsite-verlag.de\/aktuell\/?p=300"},"modified":"2025-09-11T10:17:42","modified_gmt":"2025-09-11T10:17:42","slug":"schuf-eine-ausserirdische-zivilisation-das-irdische-leben-oder-existiert-doch-ein-gott","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/forsite-verlag.de\/aktuell\/?p=300","title":{"rendered":"Schuf eine au\u00dferirdische Zivilisation das irdische Leben oder existiert doch ein \u201eGott\u201c?"},"content":{"rendered":"<p><strong>Eine neue wissenschaftliche Erkundung der Entstehung des Lebens stellt alte Dogmen in Frage<\/strong><\/p>\n<p>Das wissenschaftliche Bild der heutigen Zeit kennt in der Regel weder au\u00dferirdische Zivilisationen noch einen Gottesbegriff, denn f\u00fcr beides existieren keine handfesten Beweise. Wer sich als Naturwissenschaftler mit Pr\u00e4-Astronautik bzw. Pal\u00e4\u00f6o-Seti, also der Suche nach au\u00dferirdischen Einfl\u00fcssen auf die Evolution des Menschen, oder mit Glaubensfragen befa\u00dft, ger\u00e4t schnell in die Gefahr, seine Reputation aufs Spiel zu setzen. Stattdessen bem\u00fcht die Wissenschaft gerne den Zufall als Urgrund allen Seins. Wer  f\u00fcr den Fortschritt ist, kann nicht f\u00fcr Religion sein, lautete ein Kernsatz seit der Aufkl\u00e4rung, dem viele Wissenschaftler in dem Sinne folgten, sich nicht zu einer Sch\u00f6pfung zu bekennen. Sp\u00e4testens mit dem Postulat des weltweit bekanntesten Astrophysikers Stephen Hawkin, da\u00df die Entstehung des Unviersums ohne Gott auskommt, bevorzugte die Mehrheit der Wissenschaftler den Atheismus. \u201eWeil es ein Gesetz wie das der Schwerkraft gibt, kann und wird sich ein Universum selber aus dem Nichts erschaffen\u201c, schrieb der bekennende Atheist Hawking in seinem Buch \u201eDer gro\u00dfe Entwurf\u201c.<br \/>\nZwar gab und gibt es nicht wenige Wissenschaftler \u2013 j\u00fcngsten Erhebungen zufolge etwa ein Drittel &#8211; die an einen Gott glauben, doch es werden zunehmend weniger. Und da\u00df obwohl auch die Naturwissenschaden \u00dcbergang vom Nichts ins Sein\u201c nicht erkl\u00e4ren kann, wie <a href=\"https:\/\/www.science.lu\/de\/vereinbarkeit-von-wissenschaft-und-glauben\/kann-man-als-naturwissenschaftler-gott-glauben\" target=\"_blank\">Peter H\u00e4gele, ein Angeh\u00f6riger der Minderheit der \u201egl\u00e4ubigen\u201c Naturwissenschaftler, erkl\u00e4rt<\/a>.<\/p>\n<p>Nun haben nicht nur H\u00e4gele und andere Gottgl\u00e4ubige, sondern auch die gro\u00dfe Pal\u00e4o-Seti Bewegung Unterst\u00fctzung aus der Wissenschaft selbst erhalten. <a href=\"https:\/\/arxiv.org\/pdf\/2507.18545\" target=\"_blank\"> &#8222;The unreasonable likelihood of being. Origin of life, terraforming, and AI\u201c <\/a>lautet der Name der Studie des Biologen Robert G. Endres (Imperial College London), der mit modernen Werkzeugen der k\u00fcnstlichen Intelligenz die Wahrscheinlichkeit einer zuf\u00e4lligen Entstehung des Lebens analysiert. Seine Sch\u00e4tzungen zur Komplexit\u00e4t von Proteinen und zellul\u00e4ren Prozessen <a href=\"https:\/\/www.hna.de\/wissen\/mathematik-beweist-wie-unwahrscheinlich-die-entstehung-von-leben-auf-der-erde-war-zr-93922913.html\" target=\"_blank\">st\u00fctzen sich auf Erkenntnisse aus umfassenden Zellsimulationen und KI-Modellen wie AlphaFold von Google DeepMind<\/a>. Endres stellt fest, da\u00df die zuf\u00e4llig entstandene \u201eUrsuppe\u201c \u201ezu verlustreich\u201c sei, als da\u00df sich daraus die Bausteine f\u00fcr das Leben in der richtigen Wiese zusammenfinden k\u00f6nnten. Die Wahrscheinlichkeit, da\u00df sich die richtigen Bausteine zur richtigen Zeit am richtigen Ort zur richtigen Struktur zusammenf\u00fcgen, ist der Analyse zufolge astronomisch gering. Wenn man sich die vor Entstehung des Lebens ablaufenden Prozesse als eine Art \u201ezuf\u00e4lligen Spaziergang\u201c mit Schwankungen und Umkehrungen vorstellt, \u201ewird die Wartezeit f\u00fcr den Zusammenbau einer Zelle etwa 10^24 Jahre \u2013 ungef\u00e4hr hundert Billionen Universen, die Ende an Ende gestapelt sind\u201c, schreibt der Forscher in der Studie.<\/p>\n<p>Der Biologe stellt daher die wissenschaftlich fast schon ketzerische Frage: \u201eWurde die Erde terraformt, oder entstand Ordnung aus dem Chaos unter der stillen Herrschaft der Physik?\u201c  Tats\u00e4chlich denken Menschen, so Endres weiter, \u201ein wissenschaftlichen Zeitschriften ernsthaft dar\u00fcber nach, Mars oder Venus zu terraformen. Wenn es fortgeschrittene Zivilisationen gibt, ist es nicht unwahrscheinlich, dass sie \u00e4hnliche Eingriffe versuchen k\u00f6nnten \u2013 aus Neugier, Notwendigkeit oder Absicht?\u201c<br \/>\nDieses \u201eTerraforming\u201c, das  1973 von Francis Crick, dem Mitentdecker der DNA-Struktur, auch unter dem  Schlagwort der \u201egezielten Panspermie\u201c, also der k\u00fcnstlichen Eingringung von Lebenssamen, bekannt ist, zielt auf eine au\u00dferirdische Zivilisation ab. Eine solche fortgeschrittene au\u00dferirdische Zivilisation k\u00f6nnte ihr \u201ekosmisches Saatgut\u201c absichtlich hier platziert haben, was Endres als eine \u201espekulative, aber logisch offene Alternative\u201c bezeichnet. Genau  das hat auch der bekannteste Vertreter der Pr\u00e4-Astronautik im deutsch-sprachigen Raum, Erich von D\u00e4niken, in zahlreichen b\u00fcchern vertreten. Unter der ketzterischen Frage Waren die G\u00f6tter Astronauten?, behauptete er, dass Au\u00dferirdische vor Urzeiten die Erde besucht und die Entwicklung der Menschheit beeinflusst haben. Sie seien als G\u00f6tter verehrt worden, und Spuren ihres Wirkens f\u00e4nden sich bis heute &#8211; w\u00fcrden aber von der Menschheit missverstanden.<br \/>\nAllerdings, so der Vorwurf von Skeptikern, l\u00f6se die Hypothese der gezielten Panspermie durch eine hochentwickelte au\u00dferirdische Zivilisation das grundlegende R\u00e4tsel der Lebensentstehung nicht, sondern verlagere es lediglich an einen anderen, fr\u00fcheren Ort im Universum. Denn irgendwo m\u00fc\u00dfte das Leben ja dennoch zum ersten Mal entstanden sein, und zwar spontan, <a href=\"https:\/\/t3n.de\/news\/leben-als-code-informationstheorie-herkunft-1706104\/?utm_source=firefox-newtab-de-de\" target=\"_blank\">wie der atheistische Wissenschaftler sich festlegen w\u00fcrde. <\/a><\/p>\n<p>Hier allerdings bewegt sich dieser Wissenschaftler innerhalb seiner selbst gesteckten Grenzen. Da ein Gott nicht beweisbar ist, ist er keine Option. Tats\u00e4chlich aber spricht die wissenschatliche Analyse genau daf\u00fcr: F\u00fcr ein nicht erkl\u00e4rbares Eingreifen am Anfang der Kette von Terraforming oder \u201eZuf\u00e4llen\u201c durch eine au\u00dferhalb der Grenzen des Universums stehenden Entit\u00e4t, was der Mensch gemeinhin als Gott bezeichnen w\u00fcrde. Eine positive Sch\u00f6pferkraft, die mit dem handelnden Subjekt allzumenschlicher Erscheinung, wie wir sie aus den eligionen kennen, nat\u00fcrlich nicht viel gemeinsam hat, au\u00dfer der F\u00e4higkeit und dem Willen, Leben zu sch\u00f6pfen.<br \/>\nWenn sich die Wissenschaft von diesem Bild der personifzierten Gottheit l\u00f6sen w\u00fcrde, die wir aus dem Religionsunterricht kennen, w\u00e4re der Weg geebnet, f\u00fcr eine vorurteilsfreiere Betrachtung g\u00f6ttlichen Wirkens in der Wissenschaft. <\/p>\n<p>Hintergr\u00fcnde zum Glauben in <a href=\"https:\/\/parzifal-versand.de\/product_info.php?products_id=217\" target=\"_blank\">&#8222;Der unbesiegte Sonnengott&#8220;<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine neue wissenschaftliche Erkundung der Entstehung des Lebens stellt alte Dogmen in Frage Das wissenschaftliche Bild der heutigen Zeit kennt in der Regel weder au\u00dferirdische Zivilisationen noch einen Gottesbegriff, denn f\u00fcr beides existieren keine handfesten Beweise. 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