{"id":77,"date":"2026-02-19T17:31:37","date_gmt":"2026-02-19T16:31:37","guid":{"rendered":"https:\/\/forsite-verlag.de\/aktuell\/?p=77"},"modified":"2026-10-19T17:38:52","modified_gmt":"2026-10-19T15:38:52","slug":"operation-al-aqsa-flut-ein-krieg-mit-ansage","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/forsite-verlag.de\/aktuell\/2026\/02\/19\/operation-al-aqsa-flut-ein-krieg-mit-ansage\/","title":{"rendered":"Operation \u00bbal-Aqsa Flut\u00ab &#8211; Ein Krieg mit Ansage"},"content":{"rendered":"<p class=\"bodytext\"><strong><em>Steht Israels Premier Natanjahus vor der Vollendung seines Plans?<\/em><\/strong><\/p>\n<p class=\"bodytext\">V\u00f6llig \u00fcberrascht, so zumindest die offizielle Darstellung in den westlichen Medien, wurden das israelische Milit\u00e4r und die Bev\u00f6lkerung von dem massiven Angriff von pal\u00e4stinensischen Hamas-Milizen. W\u00e4hrend Hunderte Raketen auf israelische St\u00e4dte niedergingen,\u00a0 \u00fcberwanden zeitgleich die mit Schnellfeuergewehren bewaffneten Pal\u00e4stinenser mit Pick-up-Fahrzeugen und Motorr\u00e4dern durch freigesprengte L\u00fccken im Schutzzaun die Grenze zum Gazastreifen, die als am besten \u00fcberwachte der Welt gilt. Weitere K\u00e4mpfer kamen mit Schlauchbooten und sogar mit motorisierten Gleitfliegern auf israelisches Territorium. Innerhalb weniger Stunden hatten die Hamas-K\u00e4mpfer mehrere, teils gut befestigte israelische Milit\u00e4rposten ausgehoben und waren in mehrere Kibbuz-Anlagen vorgesto\u00dfen, wo sie zahlreiche Zivilisten abschlachteten. Das gr\u00f6\u00dfte Massaker traf indes das Re\u00b4im-Musikfestival, nahe zur Grenze des Gaza-Streifens. Hunderte Menschen feierten ahnungslos, als pl\u00f6tzlich die Terroristen auftauchten und das Feuer er\u00f6ffneten.<br \/>\nInsgesamt sollen mehr als 1200 Israelis ums Leben gekommen sein, davon ein Gro\u00dfteil Zivilisten, allein 270 Menschen auf dem Musikfestival. Um die 200 Menschen wurden nach Gaza entf\u00fchrt, wie zahlreiche von den Hamas-Mitgliedern selbst gefilmte Videos in sozialen Netzwerken zu best\u00e4tigen scheinen. Bei den Angriffen soll es zudem zu Vergewaltigungen und weiteren Mi\u00dfhandlungen meist weiblicher Opfer gekommen sein. Der schwerwiegendste Vorwurf gegen die Hamas-Milizen besteht jedoch in der gezielten und barbarischen T\u00f6tung von Kleinkindern und Babies. Wie Korrespondenten verschiedener L\u00e4nder berichteten, sollen Hamas-Terroristen sowohl im Kibbuz Kfar Aza als auch im Be\u00b4eri-Kibbuz Babies enthauptet haben.Die von einigen israelischen Soldaten kolportierte Behauptung wollte das isralische Milit\u00e4r indes nicht offiziell best\u00e4tigen. Wahrscheinlicher ist es daher, da\u00df diese Geschichten genutzt wurden, um das Massaker noch zu dramatisieren, wobei es schon schlimm genug ist, da\u00df Kinder und Babies durch Granaten ums Leben gekommen sind.<br \/>\nDas israelische Milit\u00e4r ben\u00f6tigte drei Tage, um alle israelischen Anlagen und Siedlungen frei zu k\u00e4mpfen, wobei mit den Angreifern kurzer Proze\u00df gemacht wurde, wie ver\u00f6ffentlichte Videos zeigen.<\/p>\n<h3><strong>Das offizielle Narrativ erh\u00e4lt Risse<\/strong><\/h3>\n<p class=\"bodytext\">W\u00e4hrend weltweit Sympathisanten der Pal\u00e4stinenser den blutigen Hamas-Angriff als gro\u00dfen Erfolg feierten und die Polizei vor allem in Deutschland damit besch\u00e4ftigt war, Pro-Hamas-Demos zu zerschlagen, wunderten sich Milit\u00e4rexperten und Politikwissenschaftler, wie die K\u00e4mpfer unbemerkt die Grenzanlagen \u00fcberwinden und stundenlang unbehelligt Israelis abschlachten konnten. Wie konnte es sein, dass der israelische Auslandsgeheimdienst Mossad, der Inlandsgeheimdienst Shabak und der Milit\u00e4rgeheimdienst Aman nichts davon mitbekommen haben sollen, wie die Hamas, eine der wohl am intensivsten beobachteten Organisationen der Welt, \u00fcber zwei Jahre hinweg tausende K\u00e4mpfer ausgebildet, Waffen importiert und Angriffspl\u00e4ne geschmiedet hatte?<br \/>\nNach und nach sickerten Informationen durch, die genau dieses Narrativ eines \u00fcberraschten Israels in Frage stellten. So verf\u00fcgte der\u00a0 \u00e4gyptische Geheimdienst bereits vor Wochen \u00fcber Informationen zu Anschlagsvorbereitungen der Hamas. Wie die israelische \u201eTimes of Israel\u201c berichtete, behauptete jedenfalls der \u00e4gyptische Geheimdienstchef, dass die israelische Regierungen ihre wiederholte Warnung vor etwas Gro\u00dfem ignoriert habe. Man habe den Premierminister direkt vor einer schrecklichen Operation gewarnt. Netanyahus B\u00fcro streitet dies jedoch ab.1<br \/>\nEine andere Quelle berichtet, dass israelischen Soldatinnen, die den elektronischen Grenzzaun mit Kameras bewachen, um 7:01 Uhr morgens die pal\u00e4stinensischen Angreifer auf dem Bildschirm gesehen und es ihren Befehlshabern gemeldet h\u00e4tten. Die Meldung soll ignoriert worden sein, alle 24 mit der \u00dcberwachung an dieser Stelle betraute Soldatinnen sollen der Quelle zufolge von den Terroristen get\u00f6tet oder entf\u00fchrt worden sein.<br \/>\nWeitere Meldungen weisen darauf hin, dass die israelische Regierung gezielt den Grenzschutz nach Gaza milit\u00e4risch schw\u00e4chte. So sollen Israelische Truppen kurz vor dem Angriff wegen \u201eSicherheitsbedenken\u201c ins Westjordanland verlegt worden sein. Lediglich 20-40 Prozent des Grenzbereichs unmittelbar vor dem Gaza-Streifen, der ansonsten \u00fcberwacht wird, waren von Einheiten der \u201eIsraeli Defense Forces\u201c besetzt.<br \/>\nGegen eine \u00dcberraschung des israelischen Milit\u00e4rs durch die Hamas spricht auch, dass vor einem Jahr eine Milit\u00e4roperation im Gaza-Streifen abgehalten wurde, mit der genau solchen \u00dcberraschungsangriffen vorgebeugt werden solle. Danach folgten noch weitere kleinere \u00dcbungen. Von mangelnder Vorbereitung scheint also keine Rede sein zu k\u00f6nnen. Vor zwei Jahren w\u00e4ren zudem unterirdische Barrieren mit Sensoren eingerichtet worden, die genau solche Grenzzaun-Durchbr\u00fcche erkennen sollten, wie die fr\u00fchere Mitarbeiterin eines israelischen Geheimdienstes, Efrat Fenigson auf ihrer Netzseite mitteilte. Ihr Fazit: \u201eEs ist unm\u00f6glich, dass Israel nicht wusste, was auf es zukommt.\u201c2<br \/>\nTats\u00e4chlich passen diese Meldung in das Bild, das Israels Premier Bernjamin Netanjahu abgibt, wenn man ihn genauer beleuchtet. Der 1949 in Tel Aviv geborene Netanjahu war mehrere Jahre Offizier bei der israelischen Spezialeinheit Sajeret Matkal und trat 1982 der national-liberalen Likud-Partei\u00a0 bei. Gepr\u00e4gt wurde das Leben des Politikers auch durch den Tod seines Bruders Jonathan, der bei einer milit\u00e4rischen Befreiungsaktion am 4. Juli 1976 auf dem Flughafen von Entebbe in Uganda ums Leben kam. Pal\u00e4stinensische Terroristen hatten nach einem Zwischenstop in Athen ein israelisches Flugzeug\u00a0 auf dem Weg nach New York entf\u00fchrt und mit 100 zumeist israelischen Passagieren nach Uganda umgeleitet. Hier wurden die Geiseln von einer israelischen Spezialeinheit befreit und die Terroristen erschossen. Nicht zuletzt aufgrund dieses Verlustes und eigener Erfahrungen gilt Netanjahu als politischer Hardliner und \u00fcberzeugter Gegner der Zwei-Staaten-L\u00f6sung, die den Pal\u00e4stinensern einen eigenen Staat zugestehen w\u00fcrde. Noch vor wenigen Wochen pr\u00e4sentierte Netanjahu der \u00d6ffentlichkeit eine Landkarte ohne Gaza-Streifen. Mit dieser Einstellung befindet sich der Likud-Chef indes in guter Gesellschaft.<br \/>\nBereits im Jahr 2004 hatte der israelische Historiker und bekennende Zionist Benny Morris, die Situation wie folgt zusammengefa\u00dft und damit wohl auch eine Sichtweise vertreten, der auch Netanjahu zustimmen d\u00fcrfte:<br \/>\n\u201eDie Welt w\u00fcrde es nicht zulassen, die arabische Welt w\u00fcrde es nicht zulassen, es w\u00fcrde die j\u00fcdische Gesellschaft von innen heraus zerst\u00f6ren. Aber ich bin bereit, Ihnen zu sagen, da\u00df ich mir unter anderen, apokalyptischen Umst\u00e4nden, die in f\u00fcnf oder zehn Jahren eintreten k\u00f6nnten, Vertreibungen vorstellen kann. Wenn wir mit Atomwaffen um uns herum konfrontiert werden, oder wenn es einen allgemeinen arabischen Angriff auf uns gibt und eine Kriegssituation mit Arabern, die im Hinterland in Konvois auf dem Weg zur Front das Feuer er\u00f6ffnen, werden Vertreibungsaktionen v\u00f6llig vern\u00fcnftig sein. Sie k\u00f6nnen sogar unabdingbar\u00a0sein.\u201c3<br \/>\nDieser Angriff hat nun stattgefunden und die Zionisten haben ihren Vorwand, um kurzen Proze\u00df mit Gaza zu machen.<\/p>\n<h3><strong>Die Vorbereitung des Plans: Der Aufbau der Hamas durch Israel<\/strong><\/h3>\n<p class=\"bodytext\">Doch wie h\u00e4tten j\u00fcdische Kr\u00e4fte die Hamas dazu bringen k\u00f6nnen, einen Gro\u00dfangriff zu starten? Die Antwort auf diese Frage erleichtert ein Blick auf die Entstehung der Organisation Hamas.Die Harakat Muqawama Islamiya (\u201eHamas\u201c) wurde 1988 im Gazastreifen zur Zeit der ersten Intifada, also des gro\u00dfen Aufstands gegen Israel offiziell mit dem Ziel gegr\u00fcndet, Israel auszul\u00f6schen. Ihren Vorl\u00e4ufer hatte sie allerdings in der von Scheich Yassin gegr\u00fcndeten\u00a0 islamistischen Gruppe Mujama al-Islamiya, die einen Zweig der Muslimbruderschaft darstellt, die sich in den Jahren 1976-77 in \u00c4gypten gegr\u00fcndet hatte. Trotz ihrer starken islamistischen Ausrichtung wurde die Organisation von Israel offiziell als Wohlt\u00e4tigkeitsorganisation und 1979 dann als Verein anerkannt. Israel unterst\u00fctzte auch die Gr\u00fcndung der Islamischen Universit\u00e4t von Gaza, die es heute als eine Brutst\u00e4tte der Militanz betrachtet wird. Scheich Jassin wurde aufgrund seiner N\u00e4he zu Israel von Seiten der PLO, die damals die f\u00fchrende Organisation der Pal\u00e4stinenser darstellte, als Kollaborateur der Israelis bezeichnet. \u201eAus Jassins Mudschaheddin wurde die Hamas, die man als Israels Taliban bezeichnen kann: eine islamistische Gruppe, deren Wurzeln vom Westen im Kampf gegen einen linken Feind gelegt worden waren\u201c, wie der US-Journalist Andrew Higgins es in Anspielung auf die von den USA in Afghanistan finanzierten Taliban formulierte, die sich ebenfalls sp\u00e4ter gegen ihre Unterst\u00fctzer wendeten. Und w\u00e4hrend die PLO unter ihrem F\u00fchrer Jassir Arafat Friedensgespr\u00e4che mit Israel unter dem Premierminister Jitzchak Rabin f\u00fchrte, die 1993 und 1995 in den Osloer Abkommen m\u00fcndeten, radikalisierte sich die Hamas zunehmend. 1994 begann die Hamas mit Anschl\u00e4gen, die sich seit 1994 auch gegen israelische Zivilisten richteten. Allein Zwischen\u00a0 September 2000 und 2004 erfolgten insgesamt 425 Terrorangriffe der Hamas, durch die 377 Israelis ermordet und 2076 israelische Zivilisten und Soldaten verletzt wurden.\u00a0 Mit der Ermordung Rabins durch einen rechtsextremen Juden im November 1995 stagnierte der Friedensproze\u00df, an dessen Ende ein unabh\u00e4ngiger Staat der Pal\u00e4stinenser neben Israel stehen sollte. Sowohl in Israel als auch in Pal\u00e4stina dominierten zunehmend die Hardliner, die einander ausl\u00f6schen wollen. W\u00e4hrend Aaron David Miller, Nahostexperte am Woodrow Wilson Center, bilanziert, dass es sich bei den Hardlinern beider V\u00f6lker um \u201ezwei Parteien handelt, die scheinbar nicht miteinander leben k\u00f6nnen &#8211; oder anscheinend auch nicht ohne einander,\u201c gehen andere Insider noch einen Schritt weiter: F\u00fcr sie wird die Hamas noch immer von israelischen Geheimdienstkreisen zumindest beeinflu\u00dft. \u201eIn den sp\u00e4ten 1980er Jahren f\u00f6rderte Israel die aufstrebende Hamas um die Fatah, die s\u00e4kulare nationalistische Bewegung Yasser Arafats zu schw\u00e4chen\u201c, behauptete der aus Israel stammende Professor f\u00fcr Internationale Beziehungen an der University of Oxford im Vereinigten K\u00f6nigreich, Avi Shlaim, in der Zeitung \u201eThe Guardian\u201c Anfang 2009. Diese Darstellung wird best\u00e4tigt durch den damaligen israelische Milit\u00e4rgouverneur des Gazastreifens, Brigadegeneral Yitzhak Segev, dass er die Hamas als Gegenspieler der PLO und der Kommunisten finanziell unterst\u00fctzt habe: \u201eDie israelische Regierung gab mir ein Budget, und die Milit\u00e4rregierung \u00fcbergab sie an die Moscheen.\u201c Shipler erg\u00e4nzte im Jahr 2002: \u201eDiese fr\u00fche Finanzierung s\u00e4te die Saat von Hamas und anderen islamischen Bewegungen, die mit Terrorismus den israelisch-pal\u00e4stinensischen Friedensprozess untergruben.\u201c3 \u201eDurch T\u00e4uschung sollst du Krieg f\u00fchren\u201c, lautet dementsprechend das Motto des Mossad, wie Ex-Agent und Autor Victor Ostrovsky verriet. So erstaunt es nicht, dass in den Medien nun von einem israelischen Pearl Harbour und einem israelischen 9\/11 gesprochen wird. Beide Ereignisse gelten als von den USA selbst tatkr\u00e4ftig unterst\u00fctzte Szenarien, um einen Krieg zu beginnen.Die israelische Einflu\u00dfnahme auf die Hamas w\u00fcrde auch den letztlich selbstm\u00f6rderischen Akt der Hamas verst\u00e4ndlich erscheinen lassen, der zu einer v\u00f6lligen Ausl\u00f6schung nicht nur der Hamas, sondern auch des autonomen Gaza-Gebietes der Pal\u00e4stinenser f\u00fchren k\u00f6nnte.<\/p>\n<p class=\"bodytext\">\n<h3><strong>Die Folgen der Hamas-Angriffe<\/strong><\/h3>\n<p class=\"bodytext\">In Reaktion auf die Angriffe plant Israel derzeit eine v\u00f6llige Ausl\u00f6schung der Hamas, was aufgrund der Nutzung ziviler Einrichtungen und einfacher Wohnblocks durch die Terrororganisation einer Vernichtung der Lebensgrundlage im Gaza-Streifen gleichkommt. \u00c4gypten, als einziger direkter Nachbar des Gaza-Streifens, verweigert den pal\u00e4stinensischen Fl\u00fcchtlingen aus zwei Gr\u00fcnden die Einreise: Zum einen will man die Gefahr der Entstehung innenpolitischer Konflikte vermeiden, da die Muslimbruderschaft als Verb\u00fcndeter der Hamas gest\u00e4rkt werden w\u00fcrde. Zum anderen m\u00f6chte man der v\u00f6lligen Ausl\u00f6schung des Gaza-Streifens durch die Aufnahme eines Gro\u00dfteils der zuvor dort lebenden Menschen vermeiden. Solange sich Zivilisten im Gaza-Streifen aufhalten, kann Israel ihn nicht v\u00f6llig ausl\u00f6schen. Sicher erscheint aber die Durchf\u00fchrung einer israelischen Bodenoffensive in Gaza, die zu gro\u00dfen Opfern unter den Pal\u00e4stinensern f\u00fchren d\u00fcrfte.<br \/>\nTrotz aller Opfer wird Israels Premier am meisten vom Hamas-Angriff profitieren, schon jetzt hat Netanjahu zumindest ein Ziel erreicht: Der massive innenpolitische Widerstand gegen seine Regierung ist obsolet. Waren seit Monaten zahlreiche Israelis auf die Stra\u00dfe gegangen um gegen seine Gesetzesvorhaben zu demonstrieren, hat es nun ausgerechnet diese eher linken Israelis besonders hart getroffen, von denen viele als Besucher des Musikfestes den Angriffen zum Opfer fielen. Da erstaunt es nicht, dass dies wom\u00f6glich gezieltes Kalk\u00fcl der israelischen Hardliner war. Denn erst zwei Tage vor dem Fest wurde der Austragungsort vom S\u00fcden Israels genau an die Grenze nach Gaza verlegt. Die Hamas stie\u00df also als erstes auf die Hunderte Teilnehmer und richtete ein Blutbad an, vergewaltigte viele Frauen und entf\u00fchrte zahlreiche Menschen nach Gaza.<br \/>\nAn Verhandlungen \u00fcber den Austausch der Entf\u00fchrten scheint Netanjahu ganz offenbar nicht interessiert zu sein, handelt es sich bei den Geiseln doch \u00fcberwiegend um Gegner seiner Politik, die nun \u2013 so wohl das Kalk\u00fcl des israelischen Premiers \u2013 die Quittung f\u00fcr ihre propal\u00e4stinensische Haltung erhalten. Zumindest die betroffenen Familien der Geiseln werden nun nicht mehr f\u00fcr Pal\u00e4stina ihre Stimme erheben<br \/>\nEin weiteres Ziel Netanjahus war die Austilgung des Gazastreifens einerseits als Sicherheitsproblem, andererseits als demographisches Problem. Denn die Pal\u00e4stinensische Bev\u00f6lkerung w\u00e4chst rasant, viel schneller, als die israelische. Das bedeutet zum einen mehr zuk\u00fcnftige K\u00e4mpfer f\u00fcr Pal\u00e4stina, aber auch mehr Einflu\u00df \u00fcber demokratische Instrumentarien.<br \/>\nEine dritte Komponente ist die Iran-Karte. Hier kommen die USA ins Spiel, die schon l\u00e4nger eine Ausschaltung des islamischen St\u00f6renfriedes planen. \u201eAber Netanyahu und seine eifrigen Minister haben m\u00f6glicherweise etwas anderes im Sinn, was den Einsatz von US-Truppen angeht, das \u00fcber milit\u00e4rische Abschreckung und politische Positionierung hinausgeht. Er k\u00f6nnte versuchen, den Umfang des Krieges auf den Iran auszudehnen\u201c, schreibt auch Marwan Bishara, Autor des katarischen TV-Senders Al Jazeera. \u201eTrotz seines Get\u00f6ses und seiner Tapferkeit konnte und wollte Netanjahu den Iran nicht ohne gr\u00fcnes Licht und die Unterst\u00fctzung der Vereinigten Staaten angreifen,\u201c so Bishara weiter. \u201eAber die blutigen Angriffe auf Israel ver\u00e4ndern das Spiel und geben Netanjahu die M\u00f6glichkeit, seine Pl\u00e4ne zur Zerschlagung des Iran durch T\u00e4uschung der Biden-Regierung in einen Krieg zu verfolgen\u2026 Sobald Israel und die USA den Vorwurf der Beteiligung an dem Angriff gegen die Rolle Teherans bei dem Angriff vollst\u00e4ndig formuliert haben, werden sie m\u00f6glicherweise zun\u00e4chst versuchen, Druck auszu\u00fcben, indem sie die Freilassung der von der Hamas gefangenen israelischen Gefangenen fordern. Wenn der Iran sich weigert und beschlie\u00dft, die Hisbollah als Druckmittel gegen Israel einzusetzen, k\u00f6nnte dies durchaus zu einer gr\u00f6\u00dferen Konfrontation f\u00fchren, die wahrscheinlich zu einem Eingreifen der USA f\u00fchren w\u00fcrde.\u201c5<br \/>\nDabei wird in den westlichen Medien unterschlagen, da\u00df es sich bei den Iranern um Schiiten handelt, die mit der ebenfalls schiitischen Hisbollah des Libanons verb\u00fcndet sind, die sich bislang in der aktuellen Auseinandersetzung zur\u00fcckhielt. Die sunnitischen Verb\u00fcndeten der Pal\u00e4stinenser, Saudi-Arabien und Katar werden \u00f6ffentlich dagegen nicht kritisiert, da sie als strategische Partner des Westen gelten \u2013 und dass, obgleich Katar sogar ganz offiziell\u00a0 die Hamas F\u00fchrung beherbergt und hofiert.<\/p>\n<p><b>Anmerkungen:<\/b><\/p>\n<p>1) https:\/\/www.timesofisrael.com\/egypt-intelligence-official-says-israel-ignored-repeated-warnings-of-something-big\/<br \/>\n2) https:\/\/efrat.substack.com\/p\/israel-hamas<br \/>\n-war-an-update<br \/>\n3) https:\/\/sezession.de\/68239\/der-krieg-in-israel-und-palaestina<br \/>\n4) https:\/\/web.archive.org\/web\/20230204234-138\/https:\/\/www.washingtonpost.com\/news\/worldviews\/wp\/2014\/07\/30\/how-israel-helped-create-hamas\/<br \/>\n5) https:\/\/www.aljazeera.com\/opinions\/2023<br \/>\n\/10\/12\/israel-is-manufacturing-a-case-for-genocide<\/p>\n<p>Weitere Hintergr\u00fcnde in <a href=\"https:\/\/parzifal-versand.de\/product_info.php?products_id=341\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mitternacht gegen Zion<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Steht Israels Premier Natanjahus vor der Vollendung seines Plans? 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